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Der Joystick am Computer

joystick
Microsoft Side Winder Precision
(zum Vergrößern auf das Bild klicken
)

Der Joystick ist ein weiteres Eingabegerät eines Computers. Er wird hauptsächlich zum Steuern von Fahrzeugen auf dem Land, zu Wasser und in der Luft in Computer-Spielen benutzt. Auch zur Bewegung von Personen oder dem Cursor auf dem Bildschirm kann der Joystick benutzt werden.
Früher hatten die Joysticks nur eine Rechts/Linksbewegung, eine Vor/Zurückbewegung sowie eine Feuertaste zu bieten. Das hat sich mittlerweile grundlegend geändert.
Wie man auf dem Bild links erkennen kann, haben heutige Joysticks mehrere Tasten, die je nach Spiel mit verschiedenen Funktionen belegt werden können. Dieser Joystick hat außerdem noch ein Rädchen, daß z.B. als Schubregler in Flugzeugspielen benutzt werden kann. Neben der Vorwärts- bzw. Rückwärtsbewegung (Y-Achse) sowie Links- bzw. Rechtsbewegung (X-Achse) des Joystick-Hebels läßt er sich noch in sich drehen (Z-Achse), so daß diese Bewegung für einen Links- bzw. Rechtsblick in einer Spielszene einstellen läßt.

Viele neuere Joysticks sind noch mit einer besonderen Funktion ausgestattet, Force Feedback. Force Feedback lässt den Joystick vibrieren (wenn das Spiel es unterstützt), so das man merkt, wenn man durch ein Schlagloch fährt. Beeindruckender ist Force Feedback allerdings bei Benutzung eines Lenkrades.

Joysticks gibt es als digitale und analoge Geräte. Bei den digitalen Joysticks sind bis zu 8 Schaltkontakte angebarcht, um Bewegungen in 8 Richtungenzu messen. Da diese Schaltkontakte aber nur Ein oder Aus erkennen, ist keine Übertragung der Druckstärke möglich. Digtale Joysticks sind zwar einfach aufgebaut, übertragen die Schaltsignale aber nur grob.
Dagegen wird bei den analogen Joysticks der Auslenkwinkel der Achsen gemessen. Dadurch sind analoge Joysticks feinfühliger. Sie erhalten zusätzlich zur Richtung eine Intensität und Beschleunigung.

Anschluß des Joystick

Joysticks werden entweder am Gameport oder USB-Port des Computers angeschlossen. Joysticks für den USB-Port dürften wohl die geringsten Probleme bereiten. Hier wird der Joystick in der Regel beim Einstecken erkannt und man kann die Treiber von der beigelegten Treiber-CD oder neuere aus dem Internet installieren.
Mehr Probleme können mit dem Anschluß an den Gameport eines Computers auftreten. Hier kann es schon passieren, daß ein neuerer Computer gar keinen Gameport mehr besitzt. Meist befindet sich dort aber auf dem Motherboard ein Anschluß. Dort kann ein Adapterkabel mit einem zusätzlichen Slotblech angeschlossen werden. Während man einen USB-Joystick einfach während des Betriebes anstecken kann, sollte man zum Anschluß eines Joysticks an den Gameport den Computer ausschalten. Während des Hochfahrens des Computers wird der Joystick dann meist als neues Gerät erkannt und die Treiber können installiert werden. Falls der Joystick nicht erkannt wird kann man ihn manuell hinzufügen. Das macht man folgendermaßen: Unter Start>Einstellungen>Systemsteuerung klickt man auf Gamecontroller. Dann klickt man auf Hinzufügen und sucht das Joystick-Modell aus, daß man angeschlossen hat. Ist der entsprechende Joystick nicht aufgeführt, muss man vorher den Treiber installieren und den Computer neu starten.

Probleme

Gerade mit Spielecontrollern sind öfter einmal Hürden zu überwinden. Schon beim Installieren können erste Probleme auftauchen. Falls man schon beim Installieren eines Spielecontrollers Probleme hat, gilt auch hier die Devise: Als erstes die neusten Treiber besorgen und installieren. Viele Probleme haben sich dann schon erledigt. Für manche Spielecontroller haben die Betriebssysteme die Treiber gleich Onboard. Das gilt besonders für Windows XP.
Windows 98 ist da schon anfälliger. Hier sollte man bei Problemen auf folgendes achten:

  • die neuste DirectX-Version sollte installiert sein
  • ist der Gameport in der Systemsteuerung überhaupt vorhanden
  • Ressourceneinstellungen prüfen; der E/A-Bereich des Gameport sollte auf einen Wert zwischen 0200-0207 eingestellt sein (bei Windows 98 dürfen Ressorcen nicht doppelt belegt sein)
  • es bestehen Probleme mit einigen USB-Chipsätzen