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Der Bildschirm am Computer

monitor
TFT-Flachbildschirm

Zu jedem Computer gehört zur Ausgabe von Zeichen und Bildern natürlich auch ein Bildschirm. Die Größe eines Bildschirmes wird in Zoll angegeben. Dies bezeichnet die Diagonale der Bildröhre. Diese Diagonale ist beim Röhrenmonitor etwas größer als der sichtbare Bereich eines Bildschirmes. Bei der Auswahl des Bildschirmes ist zu beachten, daß es verschiedene Gütesiegel gibt, die allerdings auch für andere Hardware gelten. Diese Gütesiegel beinhalten Grenzwerte für elektrische und magnetische Felder sowie beim TCO 99 erstmalig auch ergonomische Richtlinien. TCO 99 ist die derzeit neuste Richtlinie, die Monitore haben sollten. Auch die ökologischen Richtlinien wurden erweitert. So dürfen keine FCKW`s und chlorierten Lösungsmittel verwendet werden. Außerdem dürfen die Bauteile der Bildschirme nicht bromhaltig sein. Auch die Entsorgung der Altgeräte muß durch einen Vertrag des Herstellers mit einer Recyclingfirma gewährleistet sein.

Folgende Kriterien werden bei einem Bildschirm geprüft:

  • Die Leistungsaufnahme im Stand-by-Modus und im abgeschalteten Modus darf 15W bzw. 5W nicht übersteigen
  • Es muss eine gleichmäßige Leuchtdichte gewährleistet sein
  • Der Bildschirm muss flimmer- und flackerfrei arbeiten
  • Das Bildschirmgehäuse darf nicht reflektieren
  • Es darf kein unangenehmes Pfeifen auftreten
  • Die ionisierende Strahlung muß gegen 0 gehen

 

Bildschirmarten

Röhrenmonitor

Der Röhrenmonitor, auch CRT-Monitor (Cathode Ray Tube) ist der weitverbreiteste Monitortyp, auch wenn er immer mehr durch Flachbildschirme ersetzt wird.

Wie funktioniert ein Röhrenmonitor?

Das Computerprogramm, dass gerade läuft, bestimmt, was der Monitor anzeigen soll. Der Grafikprozessor der Grafikkarte berechnet das Bild, dass angezeigt werden soll und legt es im Speicher der Grafikkarte digital ab. Da die Röhrenmonitore aber analog arbeiten, muss das Bild von digital in analog umgewandelt werden. Dies übernimmt der Digital-Analog-Wandler (RAMDAC) der Grafikkarte. Jetzt können die analogen Signale über das Monitorkabel zum Monitor gesendet werden. Aus folgenden Grundbestandteilen besteht ein Röhrenmonitor:

  • ein Glaskolben, der auf der Innenseite mit einer Leuchtschicht versehen ist
  • 4 negativ geladenen Katoden
  • 1 positiv geladene Anode
  • 1 Ablenkvorrichtung
  • je nach Typ 1 Lochmaske, Streifenmaske oder Schlitzmaske

Die Leuchtschicht ist in Pixeln aufgeteilt. Jedes dieser Pixel besteht wiederum aus 3 Leuchtpunkten, die für die Grundfarben Rot, Grün und Blau zuständig sind. Für Zwischenfarben werden diese 3 Leuchtpunkte gemischt. An die Katoden und die Anode wird Hochspannung angelegt. Nun wird ein Elektronenstrahl von der Katode in Richtung Anode abgeschossen. Auf ihrem Weg zur Mattscheibe werden die Elektronen des Elektronenstrahls so abgelenkt, daß sie genau den richtigen Punkt am Bildschirm treffen. Der Elektronenstrahl wandert von links nach rechts die Zeile entlang und aktiviert die entsprechenden Biuldpunkte. Ist er am Ende angelangt, springt er zum Anfang der nächsten Zeile. Das geht so weiter, bis das Bild aufgebaut wird, dann gehts wieder von voren los. Wie oft das Bild aufgebaut wird, hängt von der eingestellten Bildwiederholfrequenz (vertikale Bildfrquenz) ab. Ab einer Bildwiederholfrequenz von 80 Hz (der Bildaufbau erfolgt 80 mal in der Sekunde) wird das Bild als flimmerfrei wahrgenommen. Die horizontale Bildfrequenz bezeichnet hingegen die Anzahl der Zeilen, die pro Sekunde abgetastet werden. Sie wird in KHz angegeben.
Hinter der Leuchtschicht befindet sich je nach Monitortyp die Loch-, Streifen- oder Schlitzmaske. In der Lochmaske ist für jedes Pixel ein Loch vorgesehen, durch das der Elektronenstrahl hindurchtreten kann. Dadurch kann der Elektronenstrahl den Leuchtpunkt exakt treffen. Die Lochmaske verhindert, daß beim Beschuss des Elektronenstrahls benachbarte Leuchtpunkte mitleuchten.
Der Lochabstand zwischen den einzelnen Löchern der Lochmaske sollte möglichst klein sein. Je kleiner er ist, umso schärfer ist das Bild. Wenn man einen guten Monitor haben will, dann sollte der Lochabstand 0,26 mm oder kleiner sein.

TFT-Bildschirm

Die TFT-Bildschirme lösen die Röhrenmonitore Schritt für Schritt ab. Das liegt einmal am geringerem Platzverbrauch, zum anderen an den fallenden Preisen. Folgende Vorteile haben TFT-Monitore gegenüber den Röhrenmonitoren:

  • weniger Platzbedarf
  • die Bildschirmdiagonale entspricht der sichtbaren Fläche (ein 17 Zoll Flachbildschirm hat in etwa die gleiche sichtbare Fläche wie ein 19 Zoll Röhrenmonitor
  • stromsparend
  • flimmerfrei
  • keine Strahlung
  • geringes Gewicht
  • keine Hitzeentwicklung
  • durch die Ansteuerung jedes einzelnen Pixels gestochen scharfes Bild

Es gibt aber auch Nachteile:

  • beim Betrachten aus verschiedenen Blickwinkeln verändert sich die Bildqualität (besonders bei Billiggeräten)
  • schwarze Schrift wird von manchen Geräten nur grau dargestellt
  • eine Veränderung der Bilschirmauflösung wirkt sich meist negativ auf die Bildqualität aus
  • Farben werden bei manchen Geräten nciht in voller Stärke dargestellt (meist Billiggeräte)

Egal, ob Röhrenmonitor oder Flachbildschirm, man sollte sich beim Kauf folgendes zu Herzen nehmen. Leider gibt es sogar innerhalb einer Produktlinie Qualitätsunterschiede. Darum sollte man sich im Laden einen oder mehrere Bildschirme vorführen lassen und dann den sich einpacken lassen, der das beste Bild zeigt und nicht irgend einen eingepackten nehmen.